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Kütahya İl Kültür ve Turizm Müdürlüğü


Regionale Bekleidung

In Kütahya, das zwischen den Regionen Zentralanatolien, Marmarameer und Ägäis liegt, hat insbesondere die weibliche Bekleidung Besonderheiten und eine Vielfalt aufzuweisen, wie sie nirgendwo sonst in Anatolien anzutreffen sind. Da Kütahya Hauptstadt des Fürstentums der Germiyan und Provinzhauptstadt des grossen Wilajets Anatolien war, weisen die traditionellen Trachten der Region deutliche Einflüsse seldschukischer und osmanischer Hofbekleidung auf.

Kapuzen, Druckkattun, Unterwäsche, Nachthemden, Pluderhosen, dreilagige Röcke, Arbeitshosen, Tragesäcke, Kittel, Strümpfe, Sandalen sowie mit Perlen besetzter Gold- und Silberschmuck ergänzen die Damengarderobe. Die traditionelle Damenbekleidung wird durch Pailletten und Besatz aus Silber und Gold, filigrane Stickereien und Perlenreihen geschmückt, dazu werden Ringe mit grossen Brillanten und goldene Armreifen getragen. Damenfez, Fez, Brautfez, bestickte Kopftücher, festliche Pluderhosen (Fermere, Entari, Çintiyan), Brautschleier (Alduvak), Brautstrümpfe und Pantoffeln stellen Elemente der authentischen traditionellen Trachten der Frauen dar, während die alltägliche Bekleidung der Mode folgt.

Neben der Vielfalt der traditionellen Damenbekleidung gibt es bei den Männern hauptsächlich die Tracht der Zeybeks. Neben einigen wenigen Einflüssen der Hoftrachten gehören zu ihr hauptsächlich der Keffiye, Fez oder Turban als Kopfbedeckung, kragenlose Hemden (Mintan) mit kurzärmligen Jäckchen (Cepken) und darüber getragenen Westen (Camedan) als Oberbekleidung, ein um die Taille gewickeltes Tuch und ein Waffenholster, darunter ein pluderartiges Unterkleid, eine Pluderhose (Potur), Strümpfe, Gamaschen, Opanken, Schienbeintücher und Stiefel. Als Accessoire dienen verzierte Talkumdosen, Taschenuhren, Tabakdöschen, Pistolen, Kettchen, Zigarettenspitzen, Gebetsketten und Heilsgebete, die man in Leder eingewickelt am Körper oder am Hals trug.









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