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Kütahya İl Kültür ve Turizm Müdürlüğü


Kütahya Haeuser

KÜTAHYA-HÄUSER – LEBENDIGE BEISPIELE DAMALIGER ARCHITEKTUR

Die typischen Kütahya-Häuser sind Vertreter der anatolischen Holzarchitektur des 19. Jahrhunderts, die heute noch Teil des täglichen Lebens sind. Ihre eigentümliche Architektur, die dreistöckige Bauweise, auf Holzbalken abgestützte Erker, die besondere Fensterform und die weit ausragenden Dachüberhänge sind wunderschöne Merkmale der alten osmanischen Herrenhauskultur. Meistens befinden sich im Erdgeschoss die Küche, Speisekammern und Lager, während in den oberen Geschossen Wohn-, Speise- und Schlafräume angeordnet sind. Die Eingangstore der Häuser sind meistens genügend gross, dass man zu Pferde hindurchreiten kann. Meistens haben die Häuser nur wenige, verhältnismässig kleine Fenster.

Neben dem Eingangstor verfügen die meisten Häuser über eine in den Innenhof mündende zweite Eingangstür. In den älteren Häusern aus dem 17. und 18. Jahrhundert gibt es in der Regel offene Dielen mit Sitzbereichen, die man Seki oder Köşk nennt. In den Tageszimmern spielte sich der Alltag der weiblichen Bewohner des Hauses ab, während die Männer sich im Selamlık genannten Bereich versammelten. Die Decken, Schränke, Türen und Ofenhauben waren im Allgemeinen mit Holzschnitzereien verziert. Bei den gegen Ende des 19. und zu Beginn des 20. Jahrhunderts gebauten Herrenhäusern sind neben den offenen Dielenbereichen auch andere Dielenformen verbreitet.

Erker sind typische Stilelemente der Kütahya-Häuser. Die Dachüberstände sind auch in engen Gassen so gross, dass sich die Dächer gegenüberliegender Häuser beinahe berühren. Die typischen Kütahyaer Häuser verfügen über reichlich Platz. Sie sind weiss, eierschalengelb oder indigoblau getüncht. In der Germiyan- und in der Ahierbasan-Strasse kann man diese Häuser eins nach dem andern sehen.





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